Szene 5 – vor dem Rathaus (eine Seite der Bühne)
Bürgermeisterin Fuchs
Ratsherrin Göbel
Ratsherr Schütrumpf
Ratsherr Weidenfels
Ratsherrin Schmitt
Bürgermeisterin Fuchs:
Freunde und Mitbürger! Es kann kein Zufall sein, dass gerade heute Abend der gesamte Rat der Stadt ins Haus des Dekans geladen ist. Da ist was faul!
Ratsherrin Göbel:
Das ist nicht nur faul. Das stinkt bis zum Himmel.
Ratsherr Schütrumpf:
Sicher weiß der Abt, dass wir morgen einen eigenen Schultheiß wählen wollen. Er hat Angst, die Kontrolle über Abgaben und Rechtsprechung zu verlieren. So schwächen wir seinen Einfluss immer mehr.
Ratsherr Weidenfels:
Dann hätte er den Zeitpunkt des Angriffs gut gewählt. Und wenn uns Ratsleuten – oder wenn sogar der Bürgermeisterin – in dieser Situation etwas zustößt, dann ist es um die Stadt geschehen. Wer soll denn das brave Hersfelder Volk sonst anführen?
Ratsherrin Schmitt:
Richtig! Wohl gesprochen! Keiner von uns soll der Einladung folgen. Das ist vielleicht eine Falle!
Bürgermeisterin Fuchs:
Das sehe ich ebenso: Es ist eine ganz sicher eine Falle! Gerade deshalb werden wir heute Abend sehr wohl das Haus des Dekans besuchen, (hebt die Stimme) doch nicht allein! Gemeinsam mit uns wird die Stadtwache dem Dekan heute einen netten kleinen Besuch abstatten!
Alle Ratsleute:
Hört! Hört! Das ist ein guter Gedanke. So soll es sein!
(alle ab)