Analysebogen Rechtschreibung
Dieser von mir überarbeitete Bogen wird Ihnen helfen, die Rechtschreibung eines Kindes zu analysieren. Nach etwas mehr Eingewöhnung lässt sich recht gut damit arbeiten. Die Grundidee zu dieser Tabelle stammt von Frohmut Menze. Ich habe seine Vorlage nach meinen Erfahrungen angepasst.
Als Grundlage ist zwar jedes Schriftzeugnis denkbar. Doch nach meiner Erfahrung eignet sich – besonders, wenn die Rechtschreibung einer gesamten Klasse betrachtet werden soll – am besten ein Diktat. Es sollte mindestens 50 Wörter lang sein und aus sprachlich vollständigen Sätzen bestehen.
Am besten führen Sie eine Diagnose durch, wenn Sie eine Lerngruppe kennenlernen wollen, also idealerweise sofort zu Beginn eines Schuljahres. In der oberen Zeile der Tabelle können Sie die Namen der Schüler vermerken. Wenn ein Fehler auftritt, dann machen Sie in das betreffende Kästchen einfach einen kurzen Strich. Bitte beachten: Jeder Fehler muss verzeichnet werden, egal wie oft er gemacht wird. Selbst wenn in einem Wort mehrere (verschiedene) Fehler auftreten, muss jeder Fehler gezählt werden. Nicht vergessen: Dies ist ein Diagnosewerkzeug und kein Leistungsnachweis! Das sollte im Vorfeld klargestellt werden. Die Kinder sollten stressfrei dieses Diktat schreiben. Da ist es nicht angebracht, es zu benoten. Zudem sollte es zuvor nicht geübt werden, auch nicht Teile davon. Ein den Schülern unbekannter Text ist angebracht. Nach meiner Erfahrung sollten zudem mindestens zwei Texte (Diktate) analysiert werden, um „Tagesformschwankungen“ bei den Kindern auszuschließen.
Ein paar Tipps zum Deuten der Ergebnisse (siehe „Auswertungsbogen ausgefüllt“!): Beim „waagerechten“ Lesen fallen die Häufungen bei „falsch klein“, „falsch groß“ und „Satzzeichenfehler“ auf. Das heißt, dass dies von fast allen Schülern nicht gut genug beherrscht wird und die gesamte Gruppe hier Training benötigt. Beim „senkrechten“ Lesen fallen die Schüler 6 und 14 auf, besonders Schüler 6 hat viele Fehler in vielen Kategorien. Hier ist es sinnvoll, genauer zu analysieren. Tatsächlich stellte sich heraus, dass dieses Kind leider ein ganzes „Bündel“ an Problemen zu bewältigen hatte, nicht nur eine schwere „LRS“, wie sich im Laufe der Wochen nach der Analyse herausstellte.
Wenn Sie den Bogen ohne Wasserzeichen nutzen wollen, dann senden Sie mir einfach eine E-Mail, in der Sie ein wenig über sich und die Verwendung erzählen. Ich freue mich, von Ihnen zu lesen.